Keine Beweislastumkehr aufgrund eines groben Behandlungsfehlers bei grobem Mitverschulden des Patienten

Nimmt der Patient im Rahmen der Nachbehandlung Kontrolluntersuchungen mehrfach nicht wahr vereitelt er hierdurch eine selbstständige Komponente des Heilungserfolges und trägt in gleicher Weise wie der grobe Behandlungsfehler dazu bei, dass der Verlauf des Behandlungsgeschehens nicht mehr aufgeklärt werden kann. Es besteht dann kein Grund, dem Patienten eine Beweislastumkehr zu seinen Gunsten zukommen zu lassen.

OLG Saarbrücken, Urt. v. 4.Februar 2015, Az.: 1 U 27/13



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