Keine Pflicht zur Risikoaufklärung bei einem Risiko von 1: 1.000.000

Während einer Implantatbehandlung erlitt der Kläger nach der Einnahme von Dormicum und einem Lokalanästhetikum eine Ganglienblutung mit Hemiplegie links sowie ein hirnorganisches Psychosyndrom. Vor der Behandlung wurde er über das geplante Vorgehen der Implantatbehandlung sowie über damit einhergehende Risiken aufgeklärt, nicht jedoch über das immanente Schlaganfallrisiko. Einer solchen Aufklärung bedurfte es jedoch auch nicht, da das Risiko bei lediglich 1: 1.000.000 lag. Über ein derart seltenes Risiko musste der Kläger nicht aufgeklärt werden.

OLG Köln, Urt. vom 13. August 2014, Az.: 5 U 104/13



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