Halbseitige Lähmung nach verkanntem Schlaganfall

Die Geschädigte brach nach der Rückkehr von ihrem Hausarzt unter der Eingangstüre zusammen und erlitt einen Schlaganfall. Der telefonisch verständigte Hausarzt machte sich kein eigenes Bild der Sachlage und wies die Geschädigte erst am folgenden Tag ins Krankenhaus ein. Dort wurde im Rahmen der Aufnahmeuntersuchung der Halbseitenlähmung der Geschädigten nicht nachgegangen und kein CT veranlasst. Der Schlaganfall wurde erst im Rahmen eines MRT eine Woche nach Aufnahme festgestellt. Erst eine weitere Woche später (mithin 14 Tage nach dem Schlaganfall) wurde ein neurologisches Konsil eingeholt, das einen ausgedehnten subakuten perietalen und posterioren Infarkt rechts bei hochgradiger Veränderung der Arteria cerebri posterior mit Hemiparese links ergeben hat. Der unbehandelte Schlaganfall hat zu irreversiblen Schädidgungen geführt, die eine Heimunterbringung der Geschädigten notwendig machten.


Aktenzeichen:
8/12

Zahlbetrag:
EUR 19.000,00

Abschluss:
2017 - Vergleich

LG Passau Az.: 3 O 418/14



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