Intrakranielle Blutung mit baldigem Tod nach Herzinfarkt

Der Patient war im Bereich der Aufnahme eines Krankenhauses wegen eines Verdachts auf Frühzeichen eines Herzinfarkts, als er plötzlich im Stand mit dem Kopf auf harten Boden aufschlug. Die hinzugerufenen Ärzte behandelten zwar den tatsächlich erlittenen Herzinfarkt des Geschädigten, unterließen es aber, die schwere Kopfverletzung durch Hirn-CT zu untersuchen, sodass die ausgeprägte Subarchnoidalblutung (SAB) unentdeckt blieb und nicht behandelt wurde. Überdies erhielt der Geschädigte eine blutverdünnende Medikation (wegen des Herzinfarkts), die die Blutung nicht hemmte, sondern sogar verstärkte. Als nach dem Nichterwachen aus dem komatösen Zustand in der Nacht nach dem Unfall schließlich doch ein Hirn-CT gemacht wurde, war es für eine Entlastungsoperation des Gehirns zu spät. Der Patient verstarb. Die Höhe des Schmerzensgeld ergibt sich aus der nur kurzen Leidenszeit des Patienten.


Aktenzeichen:
6/11

Zahlbetrag:
EUR 17.500,00 davon Schmerzensgeld: EUR 10.000,00

Abschluss:
2013 - Vergleich außergerichtlich



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