Schwere Blutung und mehrfache Operationen nach operativer Leberverletzung

Bei einer laparoskopischen Cholezystektomie zur Entfernung von Gallensteinen wird unerkannt iatrogen die Leber verletzt. In der darauffolgenden Nacht leidet die Patientin an erheblichen Schmerzen im Bauch und es zeigt sich eine Blutung aus der gelegten Drainage. Eine verspätete Operation ergibt ein doppeltfaustgroßes Hämatom am kranialen Leberanteil, das bereits eingerissen ist und aktiv venös blutet. Im weiteren Verlauf bestehen weiterhin starke Druckschmerzen im rechten Bauchbereich, wofür eine noch vorhandene Flüssigkeitsansammlung als Ursache erkannt wird. Dies erfordert eine weitere Operation unter anderem in Form einer Nekrosektomie retroperitoneal (Chirurgische Entfernung von abgestorbenem Gewebe hinter dem Bauchfell). Auch zeigt sich eine Gallenleckage (Austreten von Galle aus den Gallengängen in den Bauchraum) mit Perforationsstelle im Bereich der Papille nach laterodorsal, die eine Stent Einlage erfordert.
Seitdem leidet die Frau an Abgeschlagenheit und Erschöpfung, Wortfindungsstörungen und abnehmender Belastbarkeit. Die rechte Bauchseite ist taub und der Bauch geschwollen.
Es fehlt an der Erhebung engmaschiger Kontrollbefunde (Hb-Werte und Abdomen-CT); d. h. es liegen offenbar Befunderhebungsfehler vor.


Aktenzeichen:
80/17

Zahlbetrag:
EUR 66.000,00

Abschluss:
6/2025; gerichtlicher Risikovergleich nach negativen Gutachten
Oberlandesgericht München, Az.: 1 U 1262/24 e



ś